Wissensmanagementsysteme für den kleinen Kontext - Darf es ein bisschen weniger sein?

Die Frage ist, wie wenig ein WMS sein darf, um noch als solches bezeichnet werden zu können. Muss es immer ein spezialisiertes Komplettsystem sein, welches für jede Lebenssituation einsetzbar ist? Oder darf es auch ein System sein, welches sich auf einen bestimmten Geschäftsprozess spezialisiert hat, keine eigene Anwendungslogik und Benutzerverwaltung beinhaltet und nur auf die jeweils relevanten Fremdsysteme verweist? Dieser Beitrag stellt einen pragmatischen Ansatz vor, eine Art „Mini-WMS“ für kleine Anwendungskontexte aus Prozessmodellen abzuleiten.
Als Beispiel dient dabei eine Lehrveranstaltung mit vielen Teilnehmern, denen eine prozessorientierte Aufbereitung aller notwendigen Informationen, Wissensträger und Gesamtzusammenhänge bereitgestellt wird. Die Darstellung ermöglicht durch ihre webbasierende Oberfläche sowohl rein informative als auch  interaktionsbezogene Elemente für die Studierenden. Insofern zeigt der Ansatz nur, dass er sich für verschiedenste Anwendungskontexte einsetzen lässt. Beispielsweise können Unternehmen oder Verwaltungen externe Navigationshilfen generieren oder auch die interne Ablauforganisation dokumentieren resp. gestalten.

 

Knowledge management systems for small context - May it be a little less?

The question is, how small may be a KMS to be referred to as such. Does it always have to be a specialized complete system, which can be used for every situation? Or has it to be a system, which is focused on a particular business process, includes no native application logic and user administration and refers only to the relevant external systems? This paper presents a pragmatic approach to derive a kind of "mini -KMS" for small application contexts from process models.
Serving as example is a course with many participants, which is provided a process-oriented preparation of all necessary informations, knowledge carrier and support overall context. The presentation made ​​possible by its Web-based interface both informational and interactional related items for the students. In this respect the approach just shows, that it can be used for various application contexts. For example, companies or administrations can generate external navigational aids or document respectively customize the internal organisational procedure.